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Lernblock · 1:25

Bildschirm und Schreibtisch: der kürzeste Handgriff

Beim Aufstehen den Bildschirm sperren und Papier wegräumen. Eine Tastenkombination, eine Sekunde — und trotzdem der Fehler, den fast jeder macht.

Warum das wichtig ist

Der offene Bildschirm ist der einfachste Zugang, den es in einem Betrieb gibt. Er braucht kein Passwort und keine Technik, nur einen freien Stuhl.

Dasselbe gilt für Papier. Eine Liste auf dem Schreibtisch, ein Ausdruck im Drucker, eine Notiz am Monitor: alles davon ist eine Offenlegung, wenn jemand vorbeigeht, der sie nicht sehen darf.

Der Handgriff ist deshalb so wertvoll, weil er nichts kostet. Es gibt keinen Grund, ihn zu unterlassen — außer Gewohnheit.

Was das Gesetz sagt

Art. 32 Abs. 1 DSGVO
„Unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen treffen der Verantwortliche und der Auftragsverarbeiter geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten; …"

So macht man es richtig

  1. Beim Verlassen des Platzes den Bildschirm sperren — immer, auch kurz.
  2. Unterlagen und Datenträger wegräumen, nicht umdrehen.
  3. Ausdrucke sofort aus dem Drucker holen.
  4. Keine Zugangsdaten auf Notizen am Arbeitsplatz.

Was bei Missachtung droht

Ein offener Bildschirm ist selbst kein Verstoß. Liest jemand mit, der nicht zugriffsberechtigt ist, ist es eine unbefugte Offenlegung nach Art. 4 Nr. 12 DSGVO und berührt Art. 32 — Rahmen bis 10 Millionen Euro oder 2 Prozent.

Im Video: Dieser Lernblock dauert 1:25 und ist Teil des Kurses Informationssicherheit im Arbeitsalltag. Das erste Kapitel können Sie kostenlos ansehen.

Stand: 25.10.2026