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Lernblock · 2:01

Arbeiten unterwegs: Blicke, fremde Netze, Diebstahl

Unterwegs ändern sich nicht die Regeln, sondern die Umgebung: Menschen sehen mit, Netze sind fremd, und ein Gerät ist in zwei Sekunden weg. Sichtschutz, kein fremdes Netz für Vertrauliches, Gerät nie aus den Augen.

Warum das wichtig ist

Im Zug, am Flughafen, im Café: Der häufigste Verlust unterwegs ist nicht technisch, sondern optisch. Wer hinter Ihnen sitzt, liest mit, ohne etwas zu tun.

Ein fremdes Netz ist nicht automatisch gefährlich, aber Sie können es nicht beurteilen. Für Vertrauliches gilt deshalb: nicht in einem Netz, das Ihnen nicht gehört.

Und ein unbeaufsichtigtes Gerät ist das einfachste Ziel überhaupt. Ein Diebstahl ist zugleich ein Datenverlust — deshalb muss das Gerät gesperrt sein, bevor es aus der Hand geht.

Was das Gesetz sagt

Art. 5 Abs. 1 lit. f DSGVO
„in einer Weise verarbeitet werden, die eine angemessene Sicherheit der personenbezogenen Daten gewährleistet, einschließlich Schutz vor unbefugter oder unrechtmäßiger Verarbeitung und vor unbeabsichtigtem Verlust, unbeabsichtigter Zerstörung oder unbeabsichtigter Schädigung durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen („Integrität und Vertraulichkeit");"

So macht man es richtig

  1. Sichtschutz nutzen oder so sitzen, dass niemand mitlesen kann.
  2. In fremden Netzen nichts Vertrauliches abrufen.
  3. Das Gerät nicht aus den Augen lassen und beim Aufstehen sperren.
  4. Unterlagen nicht offen auf dem Tisch liegen lassen.

Was bei Missachtung droht

Ein gestohlenes, unverschlüsseltes Gerät mit personenbezogenen Daten ist eine Verletzung nach Art. 4 Nr. 12 DSGVO. Berührt sind Art. 32 (Rahmen bis 10 Mio € oder 2 %) und Art. 5 Abs. 1 lit. f (Rahmen bis 20 Mio € oder 4 %).

Im Video: Dieser Lernblock dauert 2:01 und ist Teil des Kurses Informationssicherheit im Arbeitsalltag. Das erste Kapitel können Sie kostenlos ansehen.

Stand: 25.10.2026