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Lernblock · 3:00

Was ein Deepfake ist — die Definition aus der KI-Verordnung

Ein Deepfake ist nach Art. 3 KI-VO ein durch KI erzeugter oder manipulierter Bild-, Ton- oder Videoinhalt, der wirklichen Personen, Gegenständen, Orten, Einrichtungen oder Ereignissen ähnelt und „fälschlicherweise als echt oder wahrheitsgemäß erscheinen würde".

Warum das wichtig ist

Die Definition ist nützlich, weil sie nicht an der Technik hängt, sondern an der Wirkung: Es kommt darauf an, dass der Inhalt für echt gehalten würde. Wie er entstanden ist, spielt keine Rolle.

Erfasst sind Bild, Ton und Video. Die geklonte Stimme am Telefon ist damit genauso ein Deepfake wie das manipulierte Video — und sie ist der Fall, der im Betrieb am häufigsten vorkommt.

Der Kurs nennt keine Erkennungsmerkmale wie unnatürliches Blinken oder seltsame Hände. Sie waren vor zwei Jahren brauchbar und sind es heute nicht mehr. Auf etwas zu achten, was es nicht mehr gibt, ist schlimmer als nichts: es erzeugt falsche Sicherheit.

Was das Gesetz sagt

Art. 3 KI-VO, Begriffsbestimmung „Deepfake"
„‚Deepfake' einen durch KI erzeugten oder manipulierten Bild-, Ton- oder Videoinhalt, der wirklichen Personen, Gegenständen, Orten, Einrichtungen oder Ereignissen ähnelt und einer Person fälschlicherweise als echt oder wahrheitsgemäß erscheinen würde;"

So macht man es richtig

  1. Den Begriff an der Wirkung festmachen, nicht an der Technik.
  2. Ton genauso ernst nehmen wie Bild — die Stimme ist der häufigste Fall.
  3. Keine Erkennungsmerkmale auswendig lernen; sie veralten.

Was bei Missachtung droht

Die Definition selbst ist nicht sanktioniert. Sie entscheidet aber, ob die Offenlegungspflicht des Art. 50 Abs. 4 KI-VO greift — Rahmen bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent nach Art. 99 Abs. 4 lit. g KI-VO.

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Im Video: Dieser Lernblock ist das erste Kapitel des Kurses Deepfakes und KI-gestützter Betrug und kostenlos — Sie brauchen dafür kein Konto.

Stand: 25.10.2026