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Lernblock · 1:36

Die gefälschte Zahlungsanweisung

Derselbe Betrug wie der Chef-Betrug, nur in besserer Ausführung: eine Zahlung, die von oben zu kommen scheint, eilig ist und einen neuen Empfänger hat. Hier entsteht der größte Geldschaden.

Warum das wichtig ist

Das Muster ist immer dasselbe: Autorität, Zeitdruck, Vertraulichkeit, geänderte Bankverbindung. Mit KI klingt die Anweisung nur echter — neu ist nichts.

Die geänderte Bankverbindung ist das stärkste einzelne Warnzeichen. Eine echte Änderung verträgt eine Rückfrage; eine gefälschte nicht.

Die Bitte um Vertraulichkeit ist das zweite. Sie hat genau einen Zweck: den zweiten Blick zu verhindern.

Was das Gesetz sagt

Art. 32 Abs. 1 DSGVO
„Unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen treffen der Verantwortliche und der Auftragsverarbeiter geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten; …"

So macht man es richtig

  1. Jede geänderte Bankverbindung über den bekannten Kontakt bestätigen.
  2. Eine Bitte um Vertraulichkeit als Warnzeichen behandeln, nicht als Auftrag.
  3. Den festgelegten Zahlungsweg einhalten, auch wenn es eilt.
  4. Bei Druck von oben lieber einmal zu viel fragen.

Was bei Missachtung droht

Ein Vermögensschaden ist kein Datenschutzverstoß. Werden dabei personenbezogene Daten offengelegt, berührt das Art. 32 DSGVO — Rahmen bis 10 Millionen Euro oder 2 Prozent (Art. 83 Abs. 4 lit. a).

Im Video: Dieser Lernblock dauert 1:36 und ist Teil des Kurses Deepfakes und KI-gestützter Betrug. Das erste Kapitel können Sie kostenlos ansehen.

Stand: 25.10.2026