Die härteste Regel dieses Kurses: Ein Kennwort geben Sie nur auf einer Seite ein, die Sie selbst aufgerufen haben — nie auf einer, zu der Sie ein Link gebracht hat.
Jeder Link hat ein Ziel, und Sie können es vorher sehen: am Rechner mit dem Zeiger darüber, am Telefon durch langes Drücken. Aber es gibt einen Weg, der immer funktioniert und keine Prüfung braucht — den Link gar nicht benutzen, sondern die Seite selbst aufrufen. War die Nachricht echt, finden Sie die Sache dort auch. War sie falsch, finden Sie nichts und haben nichts verloren.
Das Aussehen einer Seite sagt nichts darüber, wem sie gehört — eine Anmeldeseite nachzubauen ist leicht. Und ein verbreiteter Irrtum: Das Schloss in der Adresszeile beweist nicht, dass die Seite echt ist. Es sagt nur, dass die Verbindung verschlüsselt ist; Fälscher haben das auch.
Bei Anhängen ist die Grundregel kurz: Sie öffnen, was Sie erwarten. Der Name einer Datei ist auch nur Text und sagt nichts darüber, was drinsteckt. Ein klares Stoppzeichen gibt es: Wenn eine Datei nach dem Öffnen fragt, ob sie zusätzliche Inhalte ausführen darf — nein, immer nein, und dann melden.
Dasselbe gilt für Dinge, die herumliegen: ein Datenträger auf dem Parkplatz, eine Karte im Flur. Das gehört nicht an Ihren Rechner, sondern zur Technik. Es ist ein bequemer Weg um alle Schutzmaßnahmen herum — niemand muss durch die Tür, wenn jemand den Angriff selbst hineinträgt.
Ein abgefangenes Kennwort ist unbefugter Zugang und damit nach Art. 4 Nr. 12 DSGVO eine Datenschutzverletzung. Geahndet wird die unzureichende Sicherheit nach Art. 32 — Rahmen nach Art. 83 Abs. 4 lit. a: bis zu 10 Millionen Euro oder 2 Prozent.
Im Video: Dieser Lernblock dauert 5:00 und ist Teil des Kurses Phishing und Social Engineering erkennen.
Stand: 11.10.2026