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Lernblock · 6:34

Welche Daten im gewerblichen Alltag vorkommen

Ein personenbezogenes Datum ist jede Information, aus der sich ein Mensch erkennen lässt — die Anschrift auf dem Lieferschein, der Name im Auftrag, die Telefonnummer am Fahrzeug, der Schlüsselcode für die Wohnung.

Warum das wichtig ist

Der erste Schritt ist das Erkennen. Wer glaubt, Datenschutz betreffe nur Computer, übersieht die Hälfte seines Arbeitstags: den Auftragszettel im Fahrzeug, das Übergabeprotokoll auf der Baustelle, die Liste mit Türcodes, den Namen auf der Lieferung.

Der zweite Schritt ist der Zweck. Daten, die für einen Auftrag erhoben wurden, gehören zu diesem Auftrag — nicht in eine eigene Liste, nicht in ein privates Telefon, nicht in eine Erzählung beim nächsten Kunden.

Was das Gesetz sagt

Art. 4 Nr. 1 DSGVO
„alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen"
Art. 5 Abs. 1 lit. b DSGVO
„für festgelegte, eindeutige und legitime Zwecke erhoben werden und dürfen nicht in einer mit diesen Zwecken nicht zu vereinbarenden Weise weiterverarbeitet werden („Zweckbindung")"
Art. 5 Abs. 1 lit. f DSGVO
„in einer Weise verarbeitet werden, die eine angemessene Sicherheit der personenbezogenen Daten gewährleistet"

So macht man es richtig

  1. Den eigenen Arbeitstag durchgehen: Wo stehen Namen, Anschriften, Telefonnummern, Codes?
  2. Kundendaten nur für den Auftrag verwenden, für den sie gegeben wurden.
  3. Keine eigenen Listen anlegen — auch nicht aus Hilfsbereitschaft.
  4. Beim nächsten Kunden nicht über den vorigen sprechen.

Was bei Missachtung droht

Art. 83 Abs. 5 lit. a DSGVO: bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent für Verstöße gegen die Grundsätze des Art. 5 — darunter die Zweckbindung und die Vertraulichkeit.

Im Video: Dieser Lernblock dauert 6:34 und ist Teil des Kurses Datenschutz für gewerbliche Mitarbeitende.

Stand: 11.10.2026